12.06.2025Aktuelles

JAHRGANGSBERICHTE

Der Jahrgang 2024

Ein vergleichsweise milder Winter mit kurzen Kältephasen wurde von intensiven Niederschlägen begleitet, die Grundwassersituation war daher zu Beginn der Vegetationsperiode recht entspannt. Anfang Februar herrschten bereits zweistellige Temperaturen, die von moderaten Niederschlägen begleitet wurden. Diese Situation setzte sich im März fort, ganz kurz unterbrochen von zwei leichten Frostnächten mit gezuckerten Schwarzwaldgipfeln. Glücklicherweise blieben wir auch in der kurzen kalten Periode nach Ostern von den verbreiteten Frösten weitestgehend verschont. Die darauffolgende milde Phase führte zu einer zügigen Entwicklung der Pflanzen, so wurde die erneut einsetzende Frostphase Anfang Mai mit großer Sorge beobachtet. Zum Glück blieben unsere Reben auch diesmal von gravierenden Schäden verschont. Die extremen Niederschläge Mitte Mai füllten die Wasserspeicher weiter, sorgten aber auf der anderen Seite auch für erhöhten Pilzdruck, speziell beim falschen Mehltau. Entsprechend intensiv waren die Arbeiten im Weinbau, besonders durch die biologische Bewirtschaftung war es immens wichtig mit dem Pflanzenschutz auf dem Laufenden zu bleiben. Kühle Temperaturen während der Blüte führten zu starker Verrieselung, der Beerenansatz war demgemäß sehr locker und die Ertragsmenge reduzierte sich zusehends. Die vegetative Entwicklung wurde weiterhin von außergewöhnlich hohen Niederschlagsmengen bestimmt, die Arbeitsspitzen im Außenbetrieb blieben extrem hoch. Auch nach Lesebeginn Ende August mussten wir schlagkräftig die kurzen Trockenphasen nutzen, um gesunde und reife Trauben zur Verarbeitung zu bringen. Trotz aller Widrigkeiten konnten wir auch 2024 Weine erzeugen, die mit ungemein eleganter und feingliedriger Struktur, wohl balancierter Säure und ausdrucksstarker Aromatik glänzen und Genuss auf höchstem Niveau versprechen.

Der Jahrgang 2023

Ein weiterer milder Winter ließ die Reben erneut sehr früh austreiben. Aufgrund der stabilen und warmen Wetterlage um die Blütezeit verlief die Blüte sehr gleichmäßig und zügig. Die Pflanzengesundheit war durch die anhaltende Trockenphase im Mai und Juni hervorragend.Die Anfang August fallenden Temperaturen bremsten die Rebentwicklung nur moderat. Einmal mehr zeichnete sich ein früher Lesebeginn ab und so begann auch die Ernte 2023 im August. Am 25.August wurden wir von einem sehr starken Regenfall überrascht. Es folgte strahlender Sonnenschein und hohe Temperaturen. So entwickelte sich aus einer zuerst entspannten Lesesituation, eine für uns sehr herausfordernde Lage, die in einer sehr geringen Erntemenge resultierte. Der Jahrgang 2023 begeistert mit druckvollen, lagencharakteristischen Weißweinen, deren Herkunft durch den separaten Ausbau einzelner Rebparzellen in französischen 228 ltr. Eichenfässern unverkennbar ist.

Der Jahrgang 2022

Durch den warmen und auch wieder recht trockenen Sommer entwickelten sich die Trauben stetig und gleichmäßig, was erneut einen außergewöhnlich frühen Beginn der Ernte forcierte. So konnten wir bereits in der letzten Augustwoche vollreife und komplett gesunde Trauben einholen und verarbeiten. Die Ende August einsetzenden Niederschläge sorgten zusammen mit den deutlich kühleren Temperaturen dafür, dass eine wunderbar aromatische Frische in den Weinen bewahrt werden konnte.

Der Jahrgang 2021

Nach einem für unsere Region intensiven Winter mit trockener, kalter Witterung freuten wir uns über erste wärmende Sonnenstrahlen im Februar. Die Wärme war allerdings nur von kurzer Dauer, die Temperaturen gingen deutlich zurück, dafür stieg die Niederschlagsmenge weit über das Niveau der drei Vorjahre. Die gestiegenen Temperaturen im Juli und August ermöglichten bei uns eine sehr gute Reifung der Trauben mit angemessenen Zuckerwerten. Die erzielte Erntemenge lag nochmal unter den Erträgen der Vorjahre, allerdings ist die Qualität überaus erfreulich. Die entstandenen Weine zeichnet eine strahlende
Brillanz aus, sie sind von klarer Struktur und feiner Eleganz dabei äußerst charaktervoll und in ihrer Art einzigartig.